noticias de la isabell

Monday, March 12, 2007

Hola meine Lieben,

nach langer Zeit habe ich mal wieder aufgerafft und ein paar Bilder von meiner Reise in den Blog gestellt.
Zunaechst war ich 2Wochen im Norden von Chile und ein paar Tage in Bolivien in der Naehe von Salar de Uyuni. Diese beiden Laender sind wirklich total faszinierend....
Danach bin ich kurz nach Santiago zurueck gekehrt, habe meinen Rucksack neu gepackt um dann weiter mit Gonzalo in den chil. Sueden zu reisen. Die erste Woche verbrachten wir auf Chiloé, ein Archipel mit einer grossen Hauptinsel und unzaehligen Kleineren und danach bereisten wir fuer eine weitere Woche die Seenregion.
Ich habe tausende Eindruecke und Bilder in meinem Kopf und mich wird es sicherlich immer wieder nach Suedamerika ziehen. Es ist wahrscheinlich wie eine Sucht...
Damit ihr euch ein kleines Bild von diesen beiden Laendern machen koennt, habe ich ein paar Fotos fuer euch hier reingestellt.

Laguna blanca
Arbol de Piedra
Laguna Colorado

Lamas - die sind echt ursuess! Man sollte sie nur nicht aergern...
Laguna blanca
Geysire auf 5000m - Kopfschmerzen inklusive, aber noch ein paar Tagen hat man sich an die Hoehe gewoehnt.
Laguna verde
Grenze zu Bolivien

Wednesday, January 03, 2007

Hallo meine Lieben,

ich wuensche euch zunaechst ein gesundes neues Jahr und hoffe, dass ihr gut reingerutscht seid! Meine Silvesterfeier war total schoen. Schon am Samstag bin ich mit Freunden nach Valparaiso gefahren, um dort zu feiern. Zunaechst ging es auf Zimmersuche, was sich als gar nicht so einfach heraus stellte, denn die Idee dorthin zu fahren, hatten viele... Irgendwann wurden wir jedoch fuendig - ein total kleines Zimmer ohne Fenster, aber wir wollten ja nur ein paar Stunden dort schlafen und ausserdem hatten wir keine Lust weiter zu suchen. Danach besichtigten wir die Stadt und anschliessend die Kneipen *g* Mich beeindruckte total, dass es etwa gegen 2 Uhr noch eine Strassenparty gab. Irgendjemand hat angefangen Trompete zu spielen und ein paar Personen haben dazu gesungen - auf einmal fingen die Leute an zu tanzen (wir natuerlich auch!). So was gaebe es sicherlich nie in Deutschland. Que lastima! Dann hat jemand gerufen: Wer nicht fuer Pinochet ist, der springt hoch! Und die ganzen Leute sprangen hoch und einige Revolutionslieder wurden gesungen...
Den Sonntag begannen wir ganz entspannt mit einem Fruehstueck am Strand und danach hat mir noch ein Freund die Stadt gezeigt, da er dort aufgewachsen ist. Valpo ist ziemlich huegelig und es gibt dort urviele kleine steile Gassen mit bunten Haeusern und in manchen Hinterhoefen befindet sich ein kleiner Aufzug um zum naechsten Cerro (Huegel) zu kommen. Am Abend haben wir uns noch mit ein paar Mexikanern am Hafen getroffen, um von dort aus das wahrscheinlich groesste Feuerwerk Suedamerikas zu sehen. Es war echt gigantisch! In Chile sind naemlich Feuerwerkskoerper verboten und deshalb gibt es organisierte Feuerwerke, die dann natuerlich ziemlich gross ausfallen... Danach haben noch einige Bands am Marktplatz gespielt und wir haben die halbe Nacht getanzt. Silvester im Warmen ist echt viel besser, jedoch bevorzuge ich Weihnachten in Deutschland. Also am besten kurz nach Weihnachten in den Flieger steigen! Fuer diese Nacht hatten wir kein Zimmer, da die Preise doppelt bzw. dreifach so hoch waren. Am fruehen Morgen sind wir dann zum Busbahnhof und haben einen Bus nach Algarrobo genommen, um ein paar Stunden am Strand zu schlafen und den restlichen Tag noch dort zu verbringen. Schon letzten Montag, also der erste Weihnachtsfeiertag, war ich in Algarrobo am Strand, da es dort einfach traumhaft schoen ist - Strand, blaues (eiskaltes) Wasser, schoene einsame Buchten,... was will man mehr?
Ich habe mich hier in Chile echt super gut eingelebt. Es wird wahrscheinlich eine riesengrosse Umstellung fuer mich, wenn ich zurueck kehre nach Deutschland, aber daran moechte ich eigentlich noch gar nicht denken... Ab Mitte Januar werde ich erstmal in den Norden von Chile reisen - geplant sind etwa 4 bis 5 Wochen. In den naechsten Tagen werde ich mir noch genauer ueberlegen, wohin ich ueberall fahre. Auf jeden Fall in die Atacamawueste und noch weiter noerdlich. Ich bin schon echt gespannt darauf!

Wednesday, December 13, 2006





"EL PUEBLO UNIDO JAMÁS SERÁ VENCIDO"
Pinochet ist am Sonntag gestorben!!!

Seit vorletzter Woche lag er schon im Hospital Militar (Militaerkrankenhaus in Santiago) und ganz Chile, meine Freunde hier und natuerlich auch ich haben echt geraetselt , ob die Krankheit nur vorgetaeuscht ist oder ob er doch schwer krank ist. Es kam naemlich auch schon oefters vor, dass sich Pinochet einfach krank gestellt hat um einen Prozess zu entkommen und in dieser Woche waere auch ein Gerichtsverfahren gewesen.

Diesmal war es jedoch nicht vorgetaeuscht. Ich habe es am Sonntagnachmittag von Javiera erfahren auf den Weg zum Schwimmbad. In Los Condes (ein Stadtteil von Santiago) hat man vom Tod Pinochets nichts weiter mitbekommen, nur einige Autofahrer hupten vor Freude. Erst als ich am Abend nach Hause zurueck kam, sah ich im Fernsehen was in Santiago abging.
Im Zentrum gab es urviele Demos und die Leute feierten den Tod Pinochets. Auch setzten sie ein Zeichen gegen die Diktatur zwischen 1973 und 1989.
Leider gabs auch einige Idioten, die randalierten; Autos, Muelltonnen, etc. in Brand setzten und die Polizei mit Steinen bewarfen. Die Situation eskaliert hier sehr leicht und die Polizei geht total schnell gegen die Leute vor... Ueberall in der Innenstadt Wasserwerfer, die auch kraeftig gegen die Demonstranten eingesetzt wurden, Panzerwagen, die wiederum von einigen Demonstranten mit Steinen bewurfen wurden, und an jeder Ecke ein riesiges Polizeiaufgebot. Leider war ich zu spaet zu Hause, sonst waere ich sicherlich auch nochmal in die Stadt um an den Demos teilzunehmen, aber am Abend waere es zu gefaehrlich gewesen. So hing ich also den ganzen Abend vorm Fernseher um alles mitzubekommen (es hat mich echt ein bissl gewurmt nicht selbst an den (friedlichen) Demos teilzunehmen!). In Vitacura war natuerlich mal wieder Totenstille...
Ihr koennt euch auch gar nicht vorstellen wie viele Leute vors Krankenhaus kamen, um sich von Pinochet zu verabschieden. Auch schon an den vorherigen Tagen standen schon immer Pinochetanhaenger mit Plakaten vorm Hospital Militar. Auf den Plakaten konnte man u.a. lesen: "Fuerza, mi General", "Gracias Pinochet", etc. Erschreckend, oder?
Dieser Diktator hat Chile wirklich gespalten und fuer mich ist es immer noch unbegreiflich wie man seine Regierungszeit gut finden kann! In dieser Zeit wurden so viele Menschen umgebracht, gefoltert und einige sind bis heute noch spurlos verschwunden.

Gestern war schliesslich die Miltaerbeerdigung, weil er frueher General war. Es gab weder Staatstrauer noch ein Staatsbegraebnis (das war vorher gar nicht so klar!). Aber letztendlich glich das Begraebnis doch einer Staatsbeerdigung (zumindest mir kam es so vor). Am Vormittag konnten sich die Leute (ca. 60000 !!!) in der Escuela Militar von Pinochet, der dort aufgebahrt wurde, verabschieden. Heute habe ich in einer Zeitung ein Foto von der Verabschiedung gesehen, wo einige Neonazis vor Pinochets Grab den Hitlergruss machten. Und dieses Bild kurz nach dem Fruehstueck - da kann es einem doch nur schlecht werden...!
Das Begraebnis wurde dann echt riesig aufgezogen. Einige hochrangige Militaers haben ein paar letzte Worte gesprochen und dann trat auch noch ein Enkel von Pinochet auf (dies war eigentlich nicht geplant) und verteidigte die Regierungszeit von seinem Grossvater unter starkem Applaus der gekommenen Personen... Und die ganze Beerdingung wurde im Fernsehen uebertragen! In Europa wueder man nie so einen Diktator begraben!!! Das ist so ein Unterschied, der mich echt stoert und damit kann ich mich auch nicht so einfach abfinden!
Es gibt noch so viele verschwundene Personen und diese Familien konnten ihre Angehoerigen nie beerdigen und fuer diesen Moerder wird so eine Zeremonie gemacht! Das muss fuer diese Familien, aber auch fuer die Gefolterten wie ein Stich mitten ins Herz sein...

Gestern Nachmittag traf ich mich im Zentrum mit einer Freundin und sie war genauso empoert darueber wie ich. Also auf zur Gegendemo!!! Leider waren wir etwas spaet dran, da unser Spanischunterricht zu lange dauerte. Die ganze Alameda (die Hauptstrasse die quer durchs Zentrum geht) war voellig gesperrt, ueberall Wasserwerfer und voellig nasse Strassen. Wir sind nur noch auf ein paar Fotografen gestossen und auf ein paar verbliebene Demostranten. Traenengas lag noch in der Luft... Die Hemmschwelle der Polizei ist hier echt viel geringer.
Wir sind dann die Alameda mit ein paar anderen Demonstranten entlang gelaufen gen Moneda (Regierungssitz). Dies lief alles ganz friedlich ab - es wurden Revolutionslieder gesungen und wir haben uns mit den Leuten unterhalten wie sie den Sonntag erlebten. Vor der Moneda ist das Allendedenkmal und dort trafen wir auch noch auf ein paar Restdemonstranten. Wie gesagt, wir waren leider etwas zu spaet, aber ich kann diese Vorgehensweise nicht einfach so hinnehmen, vorallem wenn ich in diesem Land lebe.
Viva la protesta!

Tuesday, November 21, 2006




Argentinien...

Heute möchte ich euch von meinem kleinen Ausflug nach Argentinien berichten. Die Reise war total kurzfristig und irgendwie auch ziemlich überstürzt...
Jedenfalls bin ich mit Verena nach Mendoza gefahren, da sie ein neues Visum für Chile brauchte. Sie hat genauso wie ich nur ein Touristenvisum und damit darf man sich maximal 90 Tage in Chile aufhalten. Theoretisch kann man es einmal in Santiago verlängern lassen, aber das kostet gleich mal 100 US$... Nach Argentinien zu reisen ist bedeutend guenstiger und natürlich auch viel toller!
Am Mittwoch Abend ist Verena eingefallen, dass sie spaetestens am Montag ausreisen muss... so sind wir am Donnerstag zum Busterminal gefahren, um unsere Tickets zu kaufen. Es wäre viel zu einfach gewesen, wenn dies gleich geklappt hätte. Wir wussten leider nicht, dass man schon den Personalausweis braucht, um überhaupt erst einmal das Ticket zu kaufen. Den hatten wir natürlich nicht dabei...also war die Fahrt zum Busterminal, das am anderen Ende der Stadt liegt, umsonst. Uns wurde dann noch geraten am selben Tag wieder zu kommen, da es nur noch wenige freie Sitzplaetze im Bus gibt.
Am Abend mussten wir nochmal dorthin fahren (diesmal mit Personalausweis) und die Fahrscheine kaufen. Anschliessend sind wir nochmal nach Bellavista (Kneipenviertel von Santiago) und haben den Abend ruhig ausklingen lassen...

Am Samstagabend ging dann unsere Reise los... Irgendwann mitten in der Nacht passierten wir die Grenze. Um nach Mendoza zu gelangen, muss man einmal quer durch die Anden fahren. (Die Grenze liegt über 3000m.) Dort mussten wir nochmal aussteigen - Passkontrolle und Visum für Argentinien. Von den Anden hab ich während der Fahrt leider nichts mitbekommen, da es stockdunkel war. Aber dafür hab ich den schoensten Sternenhimmel meines Lebens betrachten können. Es war echt unglaublich. Die Millionen von Sternen (das ist nicht übertrieben!) schienen zum Greifen nah.
Irgendwann viel zu früh am Morgen erreichten wir Mendoza. Es war immer noch dunkel und so warteten wir im Busterminal, dass die Sonne aufgeht und der Tag beginnen kann.
Die Zeit bis dahin verging ziemlich schnell und wir sind zunächst ins Zentrum gefahren um dort zu frühstücken. Anschliessend besichtigten wir die Stadt. Mendoza hat mir total gut gefallen. Es gibt viele alte Häuser, nette Parks, einige Strassencafes, etc. Eine Stadt mit viel Flair...
Gegen Mittag haben wir dann einen Bus nach Maipu, ein Vorort von Mendoza, genommen und haben uns dort ein bisschen umgesehen.
Am besten hat mir Mendoza am Abend gefallen. Es gibt dort einen zentralen Platz, an dem sich total viele Leute treffe und rundherum sind lauter kleine Stände, an denen Schmuck, Ponchos, etc. angeboten werden. Von überall her kommt Musik, kleine Theaterstücke werden aufgeführt, einfach total schön...
Dies war ein äusserst gelunger Tag, der mir sicher noch lange in Erinnerung bleibt.

Und am diesem Wochenende bin ich zu einem Freund nach Los Andes gefahren. Das liegt etwa 80km von Santiago entfernt direkt in den Anden (daher auch der Name). Am Nachmittag sind wir nach Portillo gefahren. Das ist eigentlich ein Skigebiet, aber auch im Sommer ein total schöner Ort, denn dort gibts einen Bergsee (Laguna del Inca - Bild2) auf 3000m!
Schon die Fahrt dorthin war atemberaubend. In der Nähe von Los Andes gibts ziemlich viele Weinberge (Der chil. Wein ist echt lecker. Den solltet ihr mal probieren!!!), etwas höher haben Kakteen und kleine Büsche das Landschaftsbild dominiert und dann in der Nähe von Portillo gabs nur noch ein paar wenige, ziemlich dürre Sträucher...
Und der See war echt unglaublich, vorallem da ich dies nicht erwartete. Dort werde ich sicherlich nochmal eine Bergtour machen.
Man hat richtig gehört wie der Wind durch die Berge brauste. Increible...
Der See war leider zu kalt zum Baden - ich bin nur mit meinen Füssen ins kalte Nass. Man hat bis jetzt auch noch nicht rausgefunden wie Tief der See ist. Wer weiss was dort alles rumschwimmt... vielleicht ein chil. Nessie?

Wednesday, November 08, 2006

Hallo meine Lieben,

ich wollte mal wieder was in meinen Blog schreiben, da ich dies in der letzten Zeit etwas vernachlaessigt habe, aber mir faellt es so schwer sich bei dem tollen Wetter, das zur Zeit hier herrscht, rein ins (kuehle) Haus vor den Computer zu setzen...
Fuer mich ist es immer voll komisch zu hoeren wie kalt es bei euch inzwischen geworden ist und das bereits die ersten Schneeflocken fielen...
Die letzten Tage hatten wir Dauersonnenschein und blauen Himmel (wenn er nicht durch den Smog etwas verdeckt war - Santiagos grosses Umweltproblem!). Ich begebe mich in der Mittagszeit echt nur einem Schattenplatz zu dem Naechsten... Wie soll es dann im wirklichen Sommer werden? Vielleicht hab ich mich dann auch einfach schon an die Hitze gewoehnt.

Letzte Woche bin ich mit Yvonne, eine Freundin von mir, ins Cajon del Maipo gefahren. Das liegt etwa 70 km von Santiago entfernt, inmitten der schroffen Anden. Durch Gebirgsfluesse wurde so eine Art Canyon geschaffen.
Von Santiago aus nahmen wir einen Bus gen Cajon del Maipo. Ehrlich gesagt hatten wir ueberhaupt keinenPlan wo wir rauskommen. Nur mein Reisefuehrer ueber Chile und ein paar Bekannte haben uns diese Gegend empfohlen, da sie ideal zum Wandern sein soll. Irgendwann hat der Bus die Endstation -San Jose- erreicht und wir schauten uns zunaechst dieses Dorf an. Besonders gut haben mir die bunten kleinen Haeuser gefallen und auf dem Dorfplatz gabs dann auch einen kleinen Markt. Dort haben wir auch eine Plan von der Gegend bekommen und uns wurde erklaert, wo man gut Wandern gehen kann. Leider waren wir schon etwas spaet dran, da wir erst 11Uhr in Santiago los kamen. Die Fiesta am Tag zuvor ging zu lang...
Zufaellig gab es dann einen Bus nach San Gabriel, das Nachbardorf. Und dort konnten wir dann auch endlich mit unserer Wanderung beginnen, entlang des Rio Yeso.
Dort wars dann so toll - wir inmitten der Anden!!! Kakteen groesser als ich saeumten unseren Weg und man horte nur das Rauschen des Flusses. Und dann haben wir auch noch einen Condor entdeckt.
Am spaeten Nachmittag sind wir auf einem Feldweg zurueck nach San Gabriel gelaufen. Die Asphaltstrassen haben dort bereits ihr Ende genommen... Es war echt unglaublich in welchen Verhaeltnissen die Familien dort leben. Die Haeuser, in denen in der Regel die ganze Familie wohnt, waren in diesem Dorf wirklich winzig und hatten nur Blechdaecher. Im Winter muss es dort furchtbar kalt sein.
Etwas weiter hinten im Tal, schon fast in Argentinien, gibt es heisse Thermen. Um dort hin zu fahren waren wir leider auch zu spaet, da es nur einen Bus am Tag dorthin gibt.
Ich bin mir auch sicher,wenn es nicht diese Thermen geben wuerde, wuerde sich auch nie jemand in dieses Dorf verirren...
Am Abend gings dann zurueck nach Santiago. Es war dann voll der Kulturschock - man kommt aus der unberuehrten Natur ins riesige, laute, quirlige Santiago. Vor ein paar Stunden hat man weit und breit keine Menschen gesehen und wurde nur vom Rauschen des Flusses begleitet und in Santiago quetschten wir uns erst einmal in eine uebervolle Metro. 2 Welten so nah beieinander...
Am Plaza Italia, in der Naehe von meiner Sprachschule, gabs dann noch ein Open-air-konzert. Das war noch ein ganz schoener Ausklang des so gelungenen Tages. Irgendwie war alles ziemlich ungeplant und trotzdem hat sich alles ganz gut ergeben...

Oh, jetzt ist es schon ziemlich spaet geworden. Ich werde jetzt auch schlafen gehen, da ich morgen frueh wieder Schule habe.
Das naechste mal wieder mehr ueber Chile. Es gibt viel zu berichten...

Tuesday, October 24, 2006




Que pasa en Santiago

Am 14.Oktober konnte ich auf den ersten Monat hier anstossen. Die Zeit ist bis jetzt absolut schnell vergangen und ich bin wirklich froh hier zu sein und eine andere Kultur und ein anderes Leben kennen zu lernen.
So langsam verstehe ich auch die Leute, zumindest wenn sie langsam und einigermassen deutlich sprechen. Die Chilenen reden naemlich normalerweise total schnell, lassen viele Buchstaben einfach weg und es scheint als gaebe es tausende chilenische Modismen. ¿Cuchay? (typischer chilenischer Ausspruch, eigentlich escuchas, was so viel bedeutet wie : verstehst du?)
Aber demnaechst werde ich mir ein Woerterbuch kaufen (how to survive in Chile) fuer die chil. Modismen und dann rede ich bestimmt bald genauso wie die Leute hier *g*
Aber besonders schwierig ist es fuer mich noch auf spanisch zu telefonieren, da dann die Gestik wegfaellt, was manchmal vieles erleichtert. Heute habe ich aber meinen persoenlichen Rekord gebrochen mit 4,5 min!!!

Jeden morgen um 9Uhr beginnt jetzt mein Spanischkurs. Zur Zeit sind wir 4 Schueler - eine Kanadierin, eine Koreanerin und noch ein Deutscher - also bunt gemischt und dann kommen noch die Leute von den anderen Kursen hinzu. Dadurch lerne ich Leute von ueberall her kennen und erfahre gleichzeitig voll viel ueber andere Laender wie z.B. ueber die Sitten und Braeuche in Kanada und Korea und auch schon des oefteren wurde mein Bild von Amerika bestaetigt... Also auch viele Tipps fuer meine naechsten Reisen. *g*
Im Moment kaempfe ich mit den spanischen Vergangenheitsarten. Es gibt 4 ! Praeteritumsformen (natuerlich jedesmal mit unterschiedlichen unregelmaessigen Verben) und dann sollte man noch wissen, ob man jetzt Preterito oder Preterito Imperfecto anwenden muss... aber ich bin optimistisch, dass ich das irgendwann mal schaffe ohne urlange nach zudenken.
So fahre ich also jeden morgen meist ziemlich muede mit der Micro ins Zentrum. Leider gibts in Vitacura noch keine Metro (U-Bahn) sonst koennte ich so den Morgenstau umgehen... In Santiago fahre ich voll gerne mit der Metro, abgesehen wenn grade Rush Hour ist, denn dann fuehlt man sich wie in einer Konservendose, bloss mit noch weniger Platz...

Ich habe hier auch schon einige gute Freunde gefunden und mit denen gehe ich oefters mal aus. Besonders mag ich das Stadtviertel Bellavista. Dort gibt es unzaehlige Kneipen, das Bild wird von kleinen bunten Hauesern dominiert, von ueberall her schallt Musik und es gibt verschiedene Strassen auf denen man z.B. nur Gemuese oder Obst kaufen kann, dann um die Ecke gibt es nur Klamotten, etc.
Ich wurde ja auch beauftragt, nach suessen Graffitis Ausschau zu halten und in Bellavista bin ich auch fuendig geworden, aber leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, aber ich werde bald mal wieder dorthin fahre und Fotos machen.

Providencia und Las Condes, die Viertel die direkt an Vitacura grenzen, gleichen eigentlich amerikanischen Grossstaedten. Es gibt dort fast nur moderne glaeserne Hochhaeuser, die meistens Bueros in sich bergen. Es wirkt dadurch oefters ein bisschen steril und man realisiert dort ueberhaupt nicht wirklich, dass man in Suedamerika ist (solange man zumindest den Verkehr ausser betracht laesst).
Es gibt zwar auch ein paar Strassen, in denen sich nette Laeden und Kneipen befinden, aber in Bellavista gefaellts mir einfach besser, weil dort auch mehr junge Leute unterwegs sind.

Achso, ich glaube ihr wisst noch gar nicht, was mir letztens passiert ist. Ich habe zu Hause eine Tasse abgetrocknet und diese zersprang bloederweise in meiner Hand und schnitt meinen linken Mittelfinger. Der Schnitt war dann so tief, dass wir in die Clinica Alemana fahren mussten und dort wurde mein Finger mit 4 Stichen genaeht. Im Haushalt passieren echt die meisten Sachen, also auf keinen Fall Hausfrau/-mann werden! ^^
In Chile ist es auch so, dass man theoretisch eine Krankenversicherung hat. Mit dieser kann man dann ins Hospital gehen, aber dort will man eigentlich nicht hin, da die medizinische Versorgung dort total schlecht ist. Also schliesst hier jeder der genug Geld hat, eine private Krankenversicherung ab. Mit so einer kann man dann in Clinicas gehen, die den gleichen Standard wie in Europa haben.
Clinica bedeutet, dass es reine private Unternehmen sind, die darauf aus sind so viel wie moeglich Umsatz zu haben. Maiken hatte mal eine Verletzung und ging in die Notaufnahme der Clinica Alemana. Sie war jedoch allein, da niemand zu diesem Zeitpunkt zu Hause war und dort musste sie tatsaechlich erst bezahlen ehe sie behandelt wurde. Kapitalismus...
Meinen Finger gehts schon wieder ganz gut. Letzte Woche wurden auch schon die Faeden gezogen und ich kann ihn auch wieder richtig bewegen (der Schnitt war genau am zweiten Gelenk).

Zu den Fotos:
Letztens war ich zum Saisonende nochmalmit einer Freundin in den Anden Skifahren (im Valle Nevado). An diesem Tag war eigentlich alles perfekt: ich war inmitten der Anden bis auf 3670m, konnte Skifahren gehen und es war wunderschoenes Wetter. Am Nachmittag war es dann so warm, dass wir mit kurzen Sachen auf draussen sitzen konnten. Es war zwar total warm, aber der Schnee war noch super zum fahren.
Meine Hose, die eigentlich zum Bergsteigen gedacht ist, wurde als Skihose umfunktioniert... Dadurch die Sonne schien, wars auch nicht so schlimm wenn sie durch den Schnee mal ein bisschen nass wurde.
I

Thursday, October 12, 2006









Fotos - Teil 2

Wie versprochen nun die Fotos vom Ausflug nach Algarrobo.
Santiago liegt eigentlich ziemlich genial, denn wir brauchen nur 1,5 h bis an die schoensten Straende de Pazifiks.
An diesem Wochenende kam ich mir wie in so einer Werbung bzw. einem kitschigen Film vor - weisser Sandstrand, das Meer in seinen schoensten Farben, eine nur wenig besuchte Bucht... der einzige Nachteil, den man jedoch nicht sieht: das Wasser war eiskalt! Ich konnte mich nicht wirklich ueberwinden ganz ins kuehle Nass zu springen. Aber vielleicht das naechste mal - ich habe es mir zumindest fest vorgenommen!
Am Strand haben wir dann natuerlich auch ein koestliches Picknick gemacht.

Wenn ich jetzt so die Bilder betrachte, bekomme ich richtig Lust am Wochenende ans Meer zu fahren. Mal schaun wie das Wetter ist. Heute hat es auch das erste mal seit ich hier bin geregnet. Das erinnerte mich gleich irgend wie an den deutschen Fruehling. Regen im Oktober ist hier was echt aussergewoehnliches...
Letzte Woche hat auch mein Sprachkurs begonnen. Jetzt muss ich also wieder relativ frueh aufstehen und mit der Micro (das ist der Spitzname der gelben Busse in Santiago) in die Stadt fahren.
Bus fahren ist hier echt fast jedes mal ein kleines Abenteuer... Entweder in der Stadt geht nichts mehr - Stau total (das erlebe ich jeden morgen zur Rush Hour) oder die Busfahrer fahren wie angestochen. Ab und zu spielt jemand Gitarre im Bus oder das Radio laeuft total laut (chilenischer Musik). Spaetestens da wird man wieder dran erinnert, das man in Chile ist, da das Stadtbild vielerorts doch an amerikanische Grossstaedte erinnert.
An warmen Tagen wird in den Bussen Eis verkauft oder heute haette ich Raeucherstaebchen, Pflaster oder gefuellte Waffeln erwerben koennen...
JedenTag habe ich jetzt 4 Stunden Spanisch in einer kleinen Gruppe und es macht voll viel Spass, vorallem kann ich mich jetzt auch langsam mit dem Chilenen, die meistens nur spanisch koennen, unterhalten - zwar dauert es noch etwas laenger, bis ich einen Satz zusammengesetzt habe, aber man versteht mich meistens. Das ist schon mal viel Wert.

Das letzte Bild ist noch vom Sonnenuntergang, den ich von der Rodelbahn gesehen habe und das Bild zuvor zeigt wie hier jetzt alles zu bluehen beginnt...

Liebe Gruesse nach Deutschland und in die USA!